Senegal krönt sich nach dramatischem AFCON-Finale zum Champion

In einem intensiven und dramatischen Finale im Prince Moulay Abdellah Stadium wurde Senegal zum Sieger des Afrika-Cups 2025 gekrönt, nachdem Gastgeber Marokko mit 1:0 besiegt wurde.
Das entscheidende Tor fiel in der Verlängerung, als Pape Gueye in der 93. Minute mit einem Schuss von der Strafraumgrenze traf und Senegal damit den zweiten Titel sicherte - den ersten seit 2021.
Das Spiel war sowohl auf als auch neben dem Platz von vielen denkwürdigen Momenten geprägt. Nach 90 torlosen Minuten spitzte sich die Lage zu, als Marokko nach einer VAR-Entscheidung einen Elfmeter zugesprochen bekam und Senegal kurz vor einer Niederlage stand. Doch Senegals Torhüter Edouard Mendy parierte den Strafstoß und hielt das Spiel offen, sodass es in die Verlängerung ging. Kurz nach der umstrittenen Entscheidung verließen die senegalesischen Spieler aus Protest gegen ein aberkanntes Tor und die Schiedsrichterentscheidung den Platz. Dieser Vorfall unterbrach die Partie für 17 Minuten und sorgte für heftige Reaktionen bei Fans und Offiziellen.
Das kontroverse Ende wurde durch Unruhen auf den Rängen und hitzige Szenen auf dem Spielfeld zusätzlich verschärft. In der Folge erhielt Senegals Trainer eine Sperre, zudem wurde der nationale Fußballverband mit einer Geldstrafe belegt.
Trotz der Ereignisse abseits des Platzes stellt Senegals Triumph einen bedeutenden Erfolg für das Land dar und bestätigt seinen Status als eine der führenden Fußballnationen Afrikas. Die „Teranga Lions“ bewiesen unter der Führung ihres Kapitäns Kalidou Koulibaly große Widerstandskraft und Entschlossenheit - ein Moment, der noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Für Marokko endete der Abend mit Enttäuschung, da der erste Afrika-Cup-Titel seit über fünf Jahrzehnten knapp verpasst wurde. Dennoch wurde das Land für die Ausrichtung des Turniers gelobt und wird seine organisatorische Stärke erneut unter Beweis stellen, wenn es in vier Jahren Mitgastgeber der Weltmeisterschaft sein wird. Werden die „Atlas Lions“ bei der nächsten AFCON zurückschlagen?